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12.05.2009,  Ingrid Arndt-Brauer, MdB

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Rheine/Kreis Steinfurt/Berlin. Auf einer SPD-Nachhaltigkeitskonferenz zum Thema `Mit guten Beisielen voran´ präsentierte sich jetzt die Arbeitsgemeinschaft Bildung für nachhaltige Entwicklung (AG-BNE) aus Rheine im Bundestag. Zur Halbzeit der UN-Dekade 2005-2014 `Bildung für nachhaltige Entwicklung´ stellten die Münsterländer auf Einladung der heimischen Abgeordneten Ingrid Arndt-Brauer und Dr. Reinhold Hemker (Bildmitte) - als eines von bundesweit 35 InitiativenBildung3a - ihre Ideen im Reichstagsgebäude vor. `Die Initiative der UNO tritt für eine Bildung ein, die Menschen dazu befähigt, globale Probleme vorherzusehen, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen´, erläuterte Arndt-Brauer.

Die AG-BNE besteht zumeist aus Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen. Diese arbeiten eng mit dem Transferzentrum für angepasste Technologien (TaT) in Rheine zusammen. Angeboten werden Führungen über das TaT unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsproblematik. Die AG-BNE entwickelt Ideen/Konzepte, um nachhaltiges Denken und Handeln in die Lebensrealität der Menschen zu bringen. Projekte finden sowohl in den Schulen als auch außerschulisch statt.

Modellumwelthaus
Beispielsweise wurde ein Workshop mit dem Kinderbeirat Rheine durchgeführt, in dem sich die Kinder über natürliche Rohstoffe, regenerative Energien und deren Nutzen beim Bau eines Modellumwelthauses fortbilden konnten. Die von den Kindern geschaffene Vision eines Umwelthauses soll nach Möglichkeit auch Wirklichkeit werden. `Nach ersten Überlegungen wäre das TaT-Gelände ein optimaler Standort´, betonten Ingrid Arndt Brauer, stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Beirats für Nachhaltigkeit im Bundestag und SPD-Fraktionskollege Dr. Reinhold Hemker. Der Bau des Umwelthauses wirke sich sicher positiv auf die Attraktivität des Technologiezentrums aus.

Fair Trade Experten
Des Weiteren existiert ein Projekt in dem `SchülerInnen zu Fair-Trade-ExpertInnen´ ausgebildet werden. Fair Trade heißt, dass Waren zu einem fairen Preis verkauft werden, der es auch den Produzenten (z.B. Kaffeebauern, Kakaopflanzern und ihren Familien) erlaubt, menschenwürdig zu leben. Der unmittelbare Kontakt mit und zwischen den SchülerInnen der beteiligten Schulen nimmt Kindern, die sich heute der Thematik noch fremd fühlen, die Scheu von den eventuell fremden Produkten. Ziel ist es, dass die Kinder den Fairtradegedanken verbreiten und Waren in ihrer Schule verkaufen. Zudem sollen die `alten Experten´ als Multiplikatoren wirken und eigenverantwortlich neue MitschülerInnen zu Fair-Trade-ExpertInnen ausbilden. Für die engagierten Jugendlichen lohnt es sich mitzumachen: Nach erfolgreichem Seminar erhalten sie ein Zertifikat für ihren Lebenslauf!

 

 


15 · 07 · 09 (ivz-online)


Ibbenbürener Schüler verkaufen für eine bessere Welt

Zusammen mit den Studenten aus Münster haben die Schüler der Anne-Frank-Realschule Plakate für ihren Verkaufsstand gebastelt.
Zusammen mit den Studenten aus Münster haben die Schüler der Anne-Frank-Realschule Plakate für ihren Verkaufsstand gebastelt.
(Foto: Julia Däumling)


Ibbenbüren. Mit dem Ziel, den „fairen Handel“ zu fördern, startete ein Projekt der Studenten-Arbeitsgemeinschaft „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in Kooperation mit der Anne-Frank-Realschule in Ibbenbüren. In insgesamt vier Treffen wurden die elf teilnehmenden Schüler aus den Klassen sechs bis neun zu Schülerexperten zum Thema fairer Handel ausgebildet.

Nach einer Einführung in die Thematik besuchten die Studenten mit den Schülern das Transferzentrum für angepasste Technologien (TAT) mit Dritte-Welt-Laden in Rheine. Dort konnten die Schüler die speziellen Produkte kennenlernen. Beim letzten Treffen in der Anne-Frank-Realschule arbeiteten die Projektteilnehmer an ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bastelten Plakate.

„Die hängen wir in der Schule auf und gehen damit durch die Klassen“, erklärt Sechstklässlerin Aylin Gezer. Sie und ihre Mitschüler Nele Sickbert, Katharina Kubina und Maik Lomakin sind sich einig, dass das Projekt wichtig ist. „Wir wollen uns für das Projekt einsetzen, um armen Menschen zu helfen“, sagt Nele.

Nach den Sommerferien ist ein Verkaufsstand mit „fair gehandelten“ Produkten an der Schule geplant. Darauf freuen sich die Schüler besonders. Die genaue Planung des Projektes steht jedoch noch aus. „Wir müssen den Verkauf noch planen und die Produkte auswählen, die wir verkaufen wollen“, erklären Tobias Seller und Annette Knodel, Schüler der Jahrgangsstufe neun. „Außerdem müssen die Fragen geklärt werden, wo und wie oft der Verkauf stattfinden soll und welche Werbemittel noch nötig sind“, ergänzt der betreuende Lehrer Rainer Löwe.

Aus Sicht der Studentin Laura Kohlhoff sind die vier Schulungstage die Grundlage für das kommende Projekt. Sie half den Schülerinnen und Schülern zusammen mit Katharina Brokhausen und Svenja Korbach aus Münster insbesondere beim Anfertigen der Plakate.

Die AG BNE plant das Projekt noch an fünf weiteren Schulen im Kreis Steinfurt.


 
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